- Alle Stunden in diesem Schuljahr:
- 16/01/2010 - Die Sinne
- 23/01/2010 - Gefühle
- 30/01/2010 - Masken und Theater
- 06/02/2010 - NeuLessonPage
- 27/02/2010 - Das Wetter
- 13/03/2010 - Verkehrserziehung
- 20/03/2010 - Frühling
- 27/03/2010 - Ostern
- 01/05/2010 - Unsere Erde II: Das Meer und der Strand
- 08/05/2010 - Das Weltall
- 15/05/2010 - Berufe: Zahnarzt
- 22/05/2010 - Mein Körper
- 12/06/2010 - Vergangene Zeiten: Mittelalter
- 19/06/2010 - Es ist Sommer!
30/01/2010
Thema: Masken und Theater
30/01/2010 Thema: Masken und Theater, vom Suchen und Finden der eigenen Rolle
Alle Kinder haben die märchenhafte Kraft, sich in alles zu verwandeln, was immer sie sich
wünschen (Jean Cocteau 1889-1963, franz. Schriftsteller)
Zielwörter: Masken, Kostüm, Verkleidung, Spiel, Theater
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Begrüßung und gemeinsames singen |
5 min |
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Einführung ins Thema
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5 min |
„Was ist Theater?" - Bühne, Schauspieler, ... „Wart ihr schon mal im Theater" „Was passiert da?"
Erarbeitung möglicher Rollen an Hand der Fingerpuppen Kinder ihre Erfahrungen beschreiben lassen |
Bild einer Bühne Evt. Karton als Bühne dekoriert
Fingerpuppen |
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Körper- und Raumerfahrung |
5 min |
(Klatschen als Trennung und Signal für die nächste Bewegung)
Gehen im Kreis, zappeln, Stillstand, langsames sinken zu Boden, auf dem Boden rollen, aufstehen, gehen, ... |
Musikalische Begleitung |
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Basteln: Basteln einer eigenen Maske
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15 min |
Dabei: spielerische, lockere Beschreiben der Materialen und Handlungsabläufe
Erarbeitung eines individuellen Charakters
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Pappteller, Krepppapier, Farben, Pinsel, Kleber, Stifte, Glitter, ... Schere |
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Rollenfindung |
5 min |
Erarbeitung einer eigenen Rolle durch Verkleiden und ggf. Aufmalen |
Decken, Tücher, Materialien im Raum, Papier, Stifte, gebastelte Masken |
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Rollenerfahrung Spiel |
5 min |
Bewegen im Kreis: Anleitung durch die Lehrerin: Gefühle nachspielen, mimen und sich dabei im Raum bewegen - „ich bin so glücklich" - „ich bin ganz traurig" - „ich bin sooo müde" - Etc. |
Evt. Musikalische Hintergrundbegleitung |
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Rollenbestimmung |
1 min |
Welche Stimmung passt heute am besten zu eurem dargestellten Charakter? Mehrere? |
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Erweiterung Rollenerfahrung |
10 min |
Nun sollen die Kinder miteinander agieren, die Charaktere treffen aufeinander, reden miteinander
Hierbei ist es die Aufgabe der Lehrpersonen darauf zu achten, dass deutsch die erste Sprache ist und die Nutzung besonders hervorgehoben und verbal gelobt wird. |
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Einleitung der Pause |
1 min |
Treffen im Kreis, Masken und Kostüme werden demonstrativ abgelegt und in der Mitte auf einer Decke gelassen. Ausstieg aus der Rolle |
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Pause |
15 min |
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Snack |
15 min |
Wiederholung der bekannten Vokabeln: Beim Essen soll beschrieben werden, wie das Obst schmeckt (salzig, süß), was da auf dem Teller liegt (Banane, Mandarine), was für Obst kennt ihr noch? |
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Wiedereinstieg |
3 min |
Treffen in der Mitte, Aufnahme der Masken
Kräftiges Zappeln und Schütteln, „alle wieder in der Rolle?"
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Darstellung der Rollen |
10 min |
Dies erfordert einigen Mut der Kinder und kann im Einzelfall angepasst werden.
Wir bauen Bühne auf einer Seite des Raums, jedes Kind soll nun seine Rolle vorstellen. was wurde gebastelt, welche Stimmung wird dargestellt, soll von den zuschauenden Kindern im besten Falle erraten werden
Wir verbannen englisch sprechen unsere eigene Phantasiesprache, wenn die deutschen Wörter fehlen. |
Bühne |
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Improvisation „
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30 min |
Wir erarbeiten eine Geschichte mit den hergestellten Charakteren. Dabei sollen so viele Ideen wie möglich seitens der Kinder einfließen.
Phantasie-Sprache benutzen
Tanzen, bewegen, Sprache durch Körper ersetzen und sich somit vom englischen als einziges Ausdrucksmittel lösen |
Bühne |
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Hinausführen aus der Rolle:
Wiederholung des Spiels „Wo ist der Ball?" |
5 min |
Ball auf einem großen Tuch balancieren.
Stärkt die Gruppendynamik und das Gefühl füreinander außerhalb der Rollen |
Großes Tuch, Ball |
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Verabschiedung und Abschiedslied |
2 min |
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Theaterpädagogisches Leitkonzept[1]:
Auseinandersetzung mit sozialen Rollen:
Im Rollenspiel vollzieht sich ein Teil der Sozialisation des Kindes. Kinder können so sein und so tun wie die Großen. Themen kommen aus dem Alltag, d.h. Familie, berufliche Tätigkeiten, soziales Umfeld. Spiel ist für sie Leben und umgekehrt. Das Spiel hat für sie Wirklichkeitscharakter. Kinder spielen Erlebnisse nach, die sie beschäftigen und die sie so bewältigen. Durch Nachahmen (auch ein wichtiger
Grundvorgang im Theater) lernt es unterschiedliche soziale Rollen kennen.
Auseinandersetzung mit fremden Identitäten:
Im Stegreifspiel (den Wurzeln des Rollenspiels) können Kinder gehörte Geschichten, Märchen oder Bilderbücher mittels einfacher Requisiten wie Tücher, Hüte spontan nachspielen und verschiedene Rollen ausprobieren. Hier hat jeder die Möglichkeit, seinen Begabungen entsprechend mitzumachen, und so werden auch gerne Dinge wie Tiere oder auch Pflanzen, Steine etc. verkörpert. Aus einem einfachen Handgestenspiel kann dadurch eine ganzkörperliche Darstellung werden. Solche Improvisationen können dann spontan in der Großgruppe vorgeführt werden. Das Stegreifspiel weckt Vorstellungskraft und Freude daran, in fremde Identitäten zu schlüpfen.
Auseinandersetzung mit Gefühlen:
Im Schutzraum des Rollenspiels können Gefühle ausprobiert werden, ohne dass sie real werden. Dazu müssen Gefühle zunächst so dargestellt werden, dass sie von den anderen Kindern wahrgenommen und erkannt werden, was manchmal gar nicht einfach ist. Solche Erfahrungen regen Kinder zu genauerem Beobachten an. Wie befreiend es sein kann, Gefühle auszudrücken und auszuleben, erleben Kinder, wenn sie in die Rolle von Riesen oder Hexen schlüpfen (als Gruppe gibt das eine besondere Dynamik).
Auseinandersetzung mit der Rolle in der Gruppe:
Im Rollenspiel können Kinder, die in der Gruppe die Rolle des Außenseiters haben, auch mal in den Mittelpunkt gestellt werden, wodurch ihr Selbstwertgefühl gestärkt wird und sich vielleicht auch ihre Rolle in der Gruppe ändert; Kinder, die sich wenig zutrauen, können die Rolle des Mutigen übernehmen, damit sie sich selbst und andere einmal in einer anderen Rolle spüren. Die Kinder haben so die Möglichkeit, sich und andere in Rollen wahrzunehmen, die konträr zu ihren gewohnten individuellen Verhalten sind. Das Rollenspiel kann deshalb kompensatorisch und heilend
wirken.
Auseinandersetzung mit eigenen Erlebnissen:
Erzählen gehört zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Kinder haben ebenso ein großes Bedürfnis, sich mitzuteilen, etwas zu erzählen, auch wenn die sprachlichen Kompetenzen noch nicht ausreichen. Im geschützten Rahmen dieser Kleingruppen wagen sie, aus sich herauszukommen und erzählen einfach drauflos (mit viel Körpersprache). Dieses Erzählen von kleinen Erlebnissen aus ihrem Alltag kann als Schritt auf dem Weg zur Selbstrepräsentation angesehen werden, denn wer erzählt, steht automatisch im Mittelpunkt. Die kurzen Szenen werden dann von den Kindern szenisch umgesetzt (z.B. Erlebnisse mit Haustieren, oft auch Fernsehszenen).
[1] Quelle: http://www.theaterwerkstatt-heidelberg.de/uploadverzeichnisse/downloads/tw_info16_rollenkompetenz.pdf
